Zum Verhältnis von Philosophischer und Theologischer Theologie

Johannes Stoffers S.I.

Abstract


Im Rahmen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fragen über Gott und das Nicht-Göttliche werden Philosophie und Theologie im Regelfall gesondert unterrichtet. Das kann, je nach kultureller Tradition, an voneinander gänzlich unabhängigen Einrichtungen geschehen oder auch an verschiedenen Fakultäten derselben Universität. Schon immer hat es Personen gegeben, die sich als Grenzgänger zwischen beiden Disziplinen verstanden haben. Dieser Beitrag beginnt mit dem Befund, daß philosophische Veröffentlichungen jüngerer Zeit nicht selten traditionell theologische Themen behandeln. Nach einer Skizze der Vorgeschichte dieses Phänomens im 20. und bereits im 19. Jahrhundert (Hegel, Schelling) fragt er, wie der Befund zu bewerten ist. Philosophie und Theologie werden in ihrem Selbstverständnis und durch die Außenperspektive der jeweils anderen Disziplin charakterisiert, bevor die skizzierte, auf Thomas von Aquin zurückgehende Verhältnisbestimmung in Frage gestellt wird. Es kommen, nach einer weiteren Vorgeschichte aus dem 19. Jahrhundert (Fichte), Karl Rahner und Lorenz B. Puntel mit ihrer Sicht zum Thema zu Wort. Die angestellten Überlegungen münden in ein Fazit zur Frage, was es heißt, als Philosoph Theologisches zu denken, und was dies für das Verhältnis der beiden Disziplinen bedeutet.


Keywords


Philosophie; Theologie; Vernunft; Glaube; Metaphysik

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TheoLogica is published in cooperation with the "Group of Research "Theology and Science of Religions" at RSCS Research Institute (Catholic University of Louvain).

ISSN 2593-0265 (online)